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  • Sonja Gatterwe

RURAL // CITY | Thomas Geyer, Julia Hochbaum,Tobias Stutz

Ausstellungstext | Gruppenausstellung "RURAL // CITY" | Uhlig Gallery, Leipzig | April 2022


Wir grenzen sie harsch voneinander ab, reden von Landflucht und Stadtmenschen, von Stadtlandschaft und Landkultur. Doch wie fremd kann sich etwas sein, das stets gemeinsam existiert hat?

© Tobias Stutz, Piet's Window, Öl auf Leinwand, 2021 | © Thomas Geyer, Abendstimmung mit Hütte, Eitempera auf Leinwand, 2021

© Julia Hochbaum, Blue Lullaby, Öl auf Leinwand, 2022


In der Ausstellung RURAL // CITY konfrontieren sich Gegensätze und stehen zugleich Seite an Seite: Natur und Mensch, Stadt und Land erwecken den Eindruck, so konträr zu sein, dass sie unvereinbar scheinen. Die schillernde Stadt als urbaner, vom Menschen geschaffener Raum mit Kultur, Lärm und Schmutz tritt dem romantischen Land als Oase unberührter Natur gegenüber.


Während Metropolen als Sinnbild für Aufregung und Tumult gelten, repräsentiert der ländliche Raum einen Sehnsuchtsort der Besinnung, Stille und Reinheit. Beide verbindet jedoch eine elementare Gemeinsamkeit: Sie sind Identitätsorte des Menschen. Als symbolische Lebensräume sind sie belagert von kulturellen Bedeutungen und Emotionen – dem einen Ort entstammen wir, den anderen haben wir uns selbst geschaffen. Wir grenzen sie harsch voneinander ab, reden von Landflucht und Stadtmenschen, von Stadtlandschaft und Landkultur. Doch wie fremd kann sich etwas sein, das stets gemeinsam existiert hat?


RURAL // CITY wirft die Frage nach Dichotomie und Zerrissenheit, Schnitträumen und Einklang von Stadt und Land, Mensch und Natur auf. Zwischen moderner Architektur von Tobias Stutz machen wir mit Thomas Geyer nächtliche Ausflüge in Feld und Wald und staunen in den Werken von Julia Hochbaum, wie viel Lebensraum in ein Stillleben passt. Wie rural kann die Metropole sein und wie viel Grün ist schon Natur?

Wo hört die Stadt auf und fängt das Land an? Vielleicht geht es gar nicht darum, sich für eine Seite zu entscheiden. Möglicherweise reicht es schon, in ihren komplexen Verwebungen unseren eigenen (Lieblings-)Platz zu finden.


Gemeinsam mit den Künstler*innen Julia Hochbaum, Thomas Geyer und Tobias Stutz entdecken wir neue Treffpunkte zwischen Metropole und Wald, die uns zeigen, dass eine Symbiose aus Ländlichkeit und Urbanität nicht nur möglich, sondern auch harmonisch schön sein kann. In RURAL // CITY sind wir dazu aufgefordert, das Spannungsfeld von Stadt und Land als Chance zu begreifen und in ihren Zwischenstellen nach neuen Identitätsorten Ausschau zu halten. Denn warum sollten wir uns nur für eines von beiden entscheiden wollen?



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